27. Mai 2019

Mit System dem Hitzetod von Servern vorbeugen

Server

© Pascal Ballottin / pixelio.de

Mit der Wärmeentwicklung von Rechnern haben nicht nur große Serveranlagen zu kämpfen. Bereits für relativ kleine und überschaubare Anlagen kann die überschüssige Hitze zu einem Problem werden. Nicht immer bieten die vorhandenen Räumlichkeiten genug Potential, um eine optimale Temperatur für die empfindliche Technik ohne zusätzlichen Aufwand zu garantieren. In diesem Artikel wollen wir daher auf Möglichkeiten eingehen, die den eigenen Server vor Überhitzung schützen sollen. Dazu gibt es verschiedene Lüfter und Klimaanlagen.

Würden sich Techniker einen Raum für die Server wünschen können, würde er wie folgt beschaffen sein:

  • große Grundfläche und hohe Wände – für ausreichendes Luftvolumen
  • hell – es wird keine zusätzliche Beleuchtung benötigt
  • ohne direkte Sonneneinstrahlung – Sonnenlicht bringt Wärme
  • kalte Außentemperatur – unbegrenzt Frischluft zur Kühlung

In einem derartigen Raum könnte ohne großen Aufwand ein relativ gleichmäßiges, kühles Raumklima geschaffen werden. Für den Erhalt der Betriebstemperatur genügt ein Luftaustausch mit der Umgebung, z.B. durch Lochblechwände der Serverschränke. Da diese Bedingungen allerdings oft nicht gegeben sind, existieren auch andere Möglichkeiten, Servern die optimale Betriebstemperatur von 20 bis 35 Grad Celsius zu gewährleisten. Ein Angebot für verschiedene Serverschränke mit unterschiedlichen Anforderungen finden Sie beispielsweise hier.

Einschublüfter

Besonders für einzelne Serverschränke stellen Einschublüfter eine günstige Alternative dar, um die Wärme aus dem Inneren des Schrankes nach außen abzuführen. Einschublüfter wälzen die Luft im Schrank um und sorgen für eine Wärmeabgabe über die Schrankaußenwand. Die Raumtemperatur darf auch bei längerem Betrieb der Geräte die 30 Grad-Grenze nicht überschreiten und sollte idealerweise deutlich darunter liegen. Außerdem ist auf eine ausreichende Luftzirkulation innerhalb des Schranks zu achten, damit nicht sogenannte Hotspots zum Absturz des Systems führen.

Dachlüfter

Beim Einsatz eines Dachlüfters wird die kühle Raumluft von unten angesaugt, durch den Schrank geleitet und als warme Luft oben wieder an den Raum abgegeben. Je größer der Temperaturunterschied zwischen Schrankinnerem und Serverraum, desto effektiver ist die Kühlung. Befindet sich der Serverschrank in einem Büro, sollte auf eine besonders leise Arbeitsweise des Lüfters geachtet werden.

Split-Klimaanlagen

Das Besondere an Split-Klimageräten ist eine Zweiteilung der Anlagen. Der eine Teil – das Innengerät – leitet die anfallende Wärme vom Schrankinneren an das Außengerät, welches den Kühlkompressor enthält. Das Außengerät kann je nach Anforderungen an der Außenwand des Serverschranks oder in einem anderen Raum untergebracht sein. Split-Klimageräte zeichnet eine hohe Laufruhe aus, was für den Einsatz in Büroräumen besonders vorteilhaft ist. Durch die Montage des Außengeräts in einem separaten Raum kann die Geräuschbelastung noch zusätzlich verringert werden.

Luft/Wasser-Wärmetauscher

Die Kaltwasserkühlung ist die effektivste Art, Serversysteme zu kühlen – allerdings auch die kostenintensivste. Sie kommt insbesondere bei komplexen Anlagen und einem hohen Wärmeaufkommen zum Einsatz. Es können Leistungen von über 20 kW erzielt werden, ohne dass Abwärme im Serverraum anfällt. Der Wärmetauscher wird am Schrank montiert, das Rückkühlgerät befindet sich außerhalb des Serverraums, z.B. im Außenbereich.

Bildquelle: Das oben verwendete Bild stammt von www.pixelio.de. Alle Rechte liegen beim Copyright-Inhaber: © Pascal Ballottin

Related Posts